Milchzucker ist weniger wasserlöslich als andere Zucker, wie etwa Maltose.
Laktose ist eine kristalline, farblose Substanz mit süßem Geschmack; die Süßkraft liegt je nach Konzentration zwischen 25 und 60 % der von Saccharose.

Milchkaffee, Schoko Eis oder Pudding- nein Danke? Aus Angst vor unliebsamen Nebenwirkungen schränken Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit ihren Konsum an Milch, Milchprodukten und daraus zubereiteten Gerichten oftmals Drastisch ein. Doch der generelle Verzicht schmäler die Lebensqualität meist unnötig.

Angst vor der Laktose

Lakse ist als Inhaltsstoff von Muttermilch bei der Ernährung junger Säugetiere wichtig.
Die Molke wird durch Erhitzen, Ultrafiltration und Ionenaustausch von Lipiden, Proteinen und Mineralstoffen befreit, im Vakuum eingeengt und die Laktose kristallisiert

Eine vollkommen Milchzucker freie Ernährung ist nur in sehr seltenen Fällen dauerhaft geboten. Oft reicht es, eine mäßig laktosearme Ernährung mit acht bis zehn Gramm Milchzucker pro Tag anzusteuern. Selbst an Laktose reduzierte Milchprodukte trauen sich manche Betroffene nicht so recht heran.

Dabei enthalten diese laut Packungsaufdruck höchstens 0,1 Gramm Laktose pro 100 Gramm. Diese Mengen sind so verschwindend gering, dass sie oft auch bei Patienten mit ausgeprägter Milchzuckerunverträglichkeit keine Beschwerden auslösen. Eine kleine Kostprobe hilft dabei, die Verträglichkeit bei sich selbst zu testen.

Frei von Laktose

Auch ist es meistens nicht erforderlich, auf herkömmlichen Käse komplett zu verzichten. Denn normale Hart- und Schnittkäse wie Allgäuer, Emmentaler, Bergkäse, Butterkäse, Tilsiter, Edamer, Gouda oder Parmesan sind von Haus aus praktisch laktosefrei.

Faustregel: Ob von Kuh, Schaf oder Ziege, je älter der Käse desto weniger Milchzucker steckt darin. Grünes Licht gibt es auch für die Käsesorten Havarti, Esrom, Limbruger, Romadur oder Weinkäse. Ihr Laktose Gehalt ist ebenfalls niedrig und kommt auf unter 0,1 Gramm pro 100 Gramm dieser Käse Sorten.

Bei Beschwerden und Unsicherheit über die Verträglichkeit von Milchprodukten empfiehlt sich stets eine fachkundige Beratung bei einem Ernährungsmediziner oder eine qualifizierten Ernährungsfachkraft . Denn Milchprodukte stellen in unseren Breitengraden die herausragende Kalzium quelle dar.

Darüber hinaus liefern sie Vitamin D, Vitamin B, Jod, Fluor und biologisch hochwertiges Eiweiß. Milchzucker steckt nicht nur in Milchprodukten, sondern auch in vermeintlich unverdächtigen Lebensmitteln wie in Fruchtsaftgetränken, Pralinen, Semmelknödeln oder Leberwurst.

Laktoseintoleranz Symptome

Eine Laktoseintoleranz führt häufig zu Verdauungsproblemen. Bei einer Laktoseintoleranz kommt es wenige Minuten oder Stunden nach dem Verzehr von Milch und milchzuckerhaltigen Speisen zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Allerdings gibt es auch eher unspezifische Symptome, die nicht mit der Verdauung in Zusammenhang gebracht werden. Dazu gehören Müdigkeit, Gliederschmerzen Kopfschmerzen und Akne.

Lebensmittel ohne Laktose

Bei diesen Lebensmittel können Sie ohne Bedenken zugreifen:

  • Fleisch, Geflügel, Wild und Fisch (unverarbeitet und ungewürzt)
  • Frisches Obst und Gemüse
  • Fruchtgummi ohne „Joghurt- Anteil“
  • Fruchtsäfte
  • Getreide und Getreideflocken (alle Getreidearten, Reis, Mais, Hirse, Quinoa, Amarant, Buchweizen)
  • Honig
  • Hühnereier
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen, etc.)
  • Kaffee
  • Kartoffeln
  • Konfitüre
  • Mineralwässer
  • Nudeln
  • Nüsse
  • Öle und Fette (alle naturreinen Pflanzenöle)
  • Pflanzenmargarine ohne Milchanteil, Butterschmalz)
  • Reine Kräuter und Gewürze (keine fertigen Mischungen!)
  • Reis
  • Sauermilchkäse (Korbkäse, Handkäse, Harzer)
  • Tee (schwarzer, grüner, weißer Tee; keine aromatisierten Sorten)
  • Sojaprodukte

Fakt ist: Wer Verdauungsbeschwerden aufgrund einer Laktoseintoleranz vermeiden möchte, sollte möglichst wenig Milchzucker verzehren. Die Behandlung der Laktoseintoleranz zielt mehrheitlich auf eine Umstellung der Ernährung ab. Laktoseintoleranz ist am häufigsten genetisch bedingt, sie kann aber auch bei einigen Erkrankungen oder als Behandlungsfolge von Magen-Darm-Operationen und Medikamente auftreten. Der Verbraucher stellt sich trotzdem immer wieder die Frage: Was ist Laktosefrei? Nicht alle Lebensmittel sind entsprechend richtig gekennzeichnet.

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