Als Bindemittel werden sie in Ölfarben eingesetzt.
Auch als Kraftstoff finden Pflanzenöle Verwendung, entweder im Naturzustand oder in umgeesterter Form als Biodiesel.

Samen, Kerne oder Nüsse sind die Grundsubstanz von Speiseöl. Werden sie kalt gepresst, bleiben wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Omega-3-Fettsäuren erhalten. Letztere gehören zu den essenziellen Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann.

Wird Öl hingegen unter Hitzeeinwirkung gepresst, danach gereinigt und raffiniert, gehen zwar einige Inhaltsstoffe verloren, dafür lassen sich dieses Öle länger und stärker erhitzen.

Öl zum Backen und zum kochen

Kaiser Septimius Severus soll den Römern freies Öl gestiftet haben, gesichert ist dies für Aurelian.
Während bei den Griechen und Römern das Olivenöl bereits in der Antike zum Braten und Verfeinern von Speisen üblich und die Butter nur für medizinische Zwecke eingesetzt wurde, dominierten in der deutschen Küche Butter, Schmalz und Fette noch bis ins frühe 20. Jahrhundert.

Zum anbraten von Fleisch oder Gemüse empfehlen sich raffinierte Öle mit einem hohen Rauchpunkt. Das ist der Moment, bei dem erhitzte Öle sichtbar Rauch entwickeln. Öl sollte jedoch möglichst nie Rauch bilden.

Ob das Öl heiß genug ist, kann man leicht feststellen: Halten Sie einen hölzernen Stiel oder Löffel in das Fett. Bilden sich Bläschen um das Holz, ist die Temperatur genau richtig, um das Bratgut in die Pfanne zu geben. Bestenfalls reduziert man direkt darauf die Hitze, um Anbrennen zu vermeiden.

Öl kaltgepresst zu kalten Speisen

Kalt gepresste Öle sollten möglichst nicht erhitzt werden, denn hohe Temperaturen zerstören die Inhaltsstoffe und Aromen. Kalt gepresstes Distel-, Oliven-, Lein- oder Vitamin E-reiche Sesamöl eigenen sich für Salate oder selbst gemachte Aufstriche.

Mediterrane Antipasti wie marinierte und pikant gewürzte Auberginen, Oliven oder Paprika sind ohne Olivenöl unvorstellbar. Pflanzenöle und Kräuter lassen sich generell wunderbar kombinieren. Frische Kräuter, wie Thymian zweige oder einige Blätter Basilikum, verleihen Öl eine ganz eigene Note.

Die Kräuter mit einem Liter Öl aufgießen, etwa zwei Wochen ziehen lassen und dann in eine sterilisierte Flasche abfüllen. Diese gut verschlossen, dunkel und kühl aufbewahren. Die Lagerungsmethode empfiehlt sich übrigend für Öle jeder Art.

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