Die getrockneten Anisfürchte schmecken nicht nur im Weihnachtsgebäck oder in Ouzo. In der westlichen Küche verwendet man die Anispflanze heute vor allem in Brot und Backwaren. Zudem verleihen sie Fleisch und Fischgerichten eine einzigartige Note und passen prima zu Rotkohl und Möhren.

Der Ouzo wird nachweislich seit dem 19. Jahrhundert produziert.
Der Ouzo entstand wahrscheinlich aus dem Tsipouro bzw. Rakı, der bereits seit dem 15. Jahrhundert sowohl von der griechischen als auch von der türkischen Bevölkerung im Osmanischen Reich gebrannt wurde.

In Kräuter Teemischungen sorgt Anis für mehr Würze. Anis ist ein Bestandteil einiger traditioneller pflanzlicher Arzneimittel. Das ätherische Anisöl kann man, verdünnt mit fetten Ölen oder als Salbe, auch für Einreibungen der Brust oder des Bauches verwenden.

Anis und Sternanis

Anis ist eine Licht liebende Pflanze, die im östlichen Mittelmeerraum heimisch ist.

Hierzulande gibt es kaum wild wachsende Anis Pflanzen. Schon im antiken Griechenland gab es einen lebhaften Handel mit Duft ölen, bei dem der Anis duft eine Rolle spielte.

In vielen ländlichen Gebieten galt Anis früher als Aphrodisiakum. Im Herbst und Winter sollen Frauen ihren Männern Anis haltige Nahrung und Getränke zubereitet haben, damit der müde Mann wieder munter werde.

Anis und sein blumiges Aroma

Die botanische Bezeichnung für Anis lautet Pimpinella anisum. Weitere Bezeichnungen: Süßer Kümmel, Runder Fenchel oder Brot samen. Aus den weißen Anis Blüten reifen vom August bis September die Früchte heran. Diese sind eiförmig, graugrün bis graubraun gefärbt und fein behaart.

Man sollte Anis nicht selbst sammeln, da es viele giftige Doppelgänger gibt. Bei der Herstellung von Anisschnaps kommt zunehmend der ertragreichere chinesische Sternanis zum Einsatz.

Dieser schmeckt ähnlich wie der echte Anis, sieht aber anders aus und ist auch nicht näher mit dem echten Anis verwandt.

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