Gesundheit

Warum Fett nicht fett macht, Zucker und Kohlenhydrate dagegen schon

Fett macht fett – klingt schlüssig, ist aber falsch. Zucker macht fett, wir erklären, warum dieser Ernährungsmythos nicht stimmt und was wirklich dick macht.

Fett war lange Zeit verrufen, allerdings ist Fett keinesfalls gleich Fett und muss nicht dick machen. Fette sind unverzichtbar, denn sie erfüllen im Körper wichtige Aufgaben. Sie dienen zum Beispiel bei Ausdauersportarten als Energiestoff und bei Diäten als Reservespeicher.

Zudem können einige Hormone und Vitamine nur mit der Hilfe von Fett verfügbar gemacht werden. Der Körper könnte diese sonst nicht verwerten. In erster Linie solltest du jedoch auf gesunde Fette viel Wert legen.

Fett und Low Carb in der Ernährung

Lange Zeit wurde vermutet, dass Fett aufgrund der erhöhten Kalorien fett macht, doch dem ist bei einer bewussten Ernährung nicht so. Die Low Carb Ernährung ersetzt die Kohlenhydrate durch Eiweiße oder Fett.

Dazu kommt viel Gemüse und geringe Mengen an Obst. Auf Kohlenhydrate wird, wie bereits erwähnt, weitgehend verzichtet. Der Vorteil gegenüber den fettarmen Diäten ist, dass du damit schneller abnehmen kannst.

Dies hat verschiedene Gründe. Fett macht im Vergleich zu Kohlenhydraten viel länger satt und nahezu ein Viertel der Kalorien des Fettes wird schon während der Verstoffwechselung verbrannt. In der Kombination mit einer kohlenhydratarmen Ernährung verhindert es somit Fetteinlagerungen.

Benötigt der Körper Energie, bezieht er diese gewöhnlich aus den Kohlenhydraten. Wenn du diese nun weitgehend streichst und deinen Blutzuckerspiegel somit auf einem niedrigen Niveau hältst, greift dein Körper auf die Fettspeicher zurück, einer weiteren Energiequelle. Dies führt dazu, dass du abnimmst.

Gesundes Fett in die Ernährung einbinden

Es spielt bei der Low Carb Ernährung natürlich eine wichtige Rolle, welche Fette du zu dir nimmst. Gesund sind die ungesättigten Fettsäuren, die beispielsweise in Oliven- und Rapsöl, Avocados und Nüssen enthalten sind.

Diese beeinflussen die Blutwerte positiv. Die Omega-3-Fettsäuren sollen nicht nur gegen Übergewicht helfen, sondern zudem entzündliche Prozesse und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern, Neurodermitis lindern und die Sehschärfe verbessern.

Diese Fettsäuren sind insbesondere in Leinöl, grünen Blättern, Algen und in Fischen enthalten. Gesunde Fettsäuren sind unersetzlich, denn sie dienen nicht nur als Geschmacksträger, sondern der Organismus benötigt diese wichtigen Substanzen für den Stoffwechsel, zur Gewinnung von Energie, der Reparatur von Zellschäden, dem Transport von Vitaminen etc.

Ungesundes Fett in der Ernährung meiden

Ungesund hingegen sind die versteckten Fette, die zum Beispiel in Wurst oder Kuchen stecken. Diese Fettsäuren solltest du in geringen Mengen verzehren. Vorsicht gilt auch vor Transfetten, die entstehen, wenn die Öle auf einem künstlichen Wege in feste, schädliche Fette umgewandelt werden.

Diese Fette kommen beispielsweise in Eiscremes, Backwaren, Sprühsahne, Frittierfetten, Margarine, Chips und Fertigprodukten vor. Diese Fette sollen Kreislauferkrankungen und Dickdarmkrebs begünstigen.

Wie viel Fett solltest du überhaupt verzehren?

Es ist wichtig, dass du die ungesättigten und gesättigten Fettsäuren bewusst aufnimmst. Auf deinem Speiseplan sollten regelmäßig fettarme Wurst- und Käsesorten, mageres Fleisch sowie hochwertige Fette und Öle, die über einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren verfügen, stehen.

Low Carb bedeutet, dass deine tägliche Nahrung aus etwa 50 Prozent Fett, 15 Prozent Kohlenhydraten und 35 Prozent Eiweißen bestehen sollte. Letzten Endes spielt nicht nur die Fettmenge, sondern vor allem die Art des Fettes eine wichtige Rolle in Bezug auf die Gesundheit sowie das Gewicht.

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