Die Chinese schätzten den Kampferbaum schon im Altertum als Lieferant für Medizin und Duftstoff.

Welche Heilkraft steckt im Kampfer?

Der mit 1 mm Länge eiförmige Fruchtknoten ist kahl.
Die purpurfarbene bis fast schwarze, fleischige Frucht ist mit einem Durchmesser von 6 bis 8 mm eiförmig oder fast kugelig.

Salben und Lösungen als Medizinprodukte oder Arzneimittel, die Kampfer enthalten, werden bei Muskel- und Gelenkschmerzen sowie rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Von außen aufgetragen, soll Kampfer die Durchblutung fördern sowie desinfizieren.

Früher wurde Kampfer häufig eingenommen. Heute wird er überwiegen äußerlich angewendet, da seine Inhaltsstoffe giftig sind. Sein Geruch hält Motten und Insekten fern. Kampfer sollte nicht auf verletzte oder überempfindliche Haut aufgetragen werden, da er reizen kann. Auch kinder oder Säuglinge sollten nicht mit Kampfer behandelt werden.

Seltene Fälle der Verwendung von Kampfer als Rauschmittel sind bekannt. Die Wirkungen beim Inhalieren von Campher zeigen sich in Lachanfällen trotz Schmerzen in den Atemwegen. Campher findet noch Verwendung in Schnupftabak aus England, wohingegen er in Deutschland laut Tabakverordnung zu den in Tabak verbotenen Stoffen zählt und nicht hinzugefügt werden darf.

Kampfer Herkunft

Einem Reisebericht Marco Polos aus dem 13. Jahrhundert zufolge verwendeten die Chinesen Kampferöl schon seit Jahrhunderten als Medizin und als Duftstoff zum Einbalsamieren. In Japan und Indien wird Kampfer als Räucherstoff bei rituellen Handlungen eingesetzt.

Der Arzt Paracelsus soll ihn im 16. Jahrhundert unter andrem zur Behandlung von psychischen Störungen angewandt haben. Noch heute würzt Kampfer einige englische Schnupftabake.

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