Die Karambole ist ein säurereiches und saftiges Obst aus den Tropen.
Die Karambole ist kalorienarm und enthält wichtige Mineralstoffe und Vitamine.

Der immergrüne Baum der Oxidalidaceae-Gewächse kann bis zu 15 Meter hoch werden, bei den angebauten Sorten werden 5 Meter jedoch bevorzugt. Er benötigt tropisches Klima. Nach 6-8 Jahren trägt der Baum eine durchschnittliche Ernte von 100 kg pro Jahr.

Die Karambole ist eine fleischige, länglich ovale, fünf zackige, gelblich-grüne Beerenfrucht von 10-20 cm Länge und 3-5 cm Durchmesser. Ihre Oberfläche macht einen wachsartigen Eindruck. Sie enthält wenige 10 mm lange, weiche Samen.

Die Frucht wird häufig mit der sehr saureren Bilimbi der Frucht des Gurkenbaumes (Averrhoa bilimbi) verglichen, in der Gattung der Gurkenbäume (Averrhoa) gibt es nur die zwei Arten.

Herkunft der Karambole

Die Sternfrucht, oder Karambole genannt, gehört zur Familie der Sauerkleegewächse Früher wurde die Gattung der Gurkenbäume in eine eigene Familie Averrhoaceae gestellt. Sie wird auch als Baumstachelbeere bezeichnet. Ursprünglich kommt sie aus Südostasien, man vermutet, dass das Ursprungsland Indien oder Malaysia ist. Heute wächst sie jedoch in allen Gebieten der Tropen und frostfreien Subtropen. Man unterscheidet saure und süße Typen. Der Karambolebaum gedeiht in den Tropen auf nährstoffreichen Böden bis in Höhen von 1200 Metern.

Karambole Kalorien, Nährwerte und Inhaltsstoffe

Die Früchte bestehen zu über 93 Prozent aus Wasser und enthalten bei 100 Gramm 31 Kalorien (kcal),einen Zuckeranteil von 3,9 Gramm und 0,3 Gramm Fett. Neben 0,8 Gramm Protein, und 6,8 % Kohlenhydrate, enthalten sie 2,8 Gramm Ballaststoffe einen hohen Anteil an Vitamin A und C, sowie Calcium und Eisen.

In der chinesischen Medizin gilt die zerstoßene Frucht als gutes Wundheilmittel und der Saft soll fiebersenkend und vor allem durstlöschend sein. Hoch ist der Gehalt an Oxalsäure mit 0,5%. Zu hohe Konzentrationen von Oxalsäure im Körper führen zu Harnsteinen. Außerdem sinkt die Calciumkonzentration im Blut, was unter anderem die Blutgerinnung stören kann.

Sternfrüchte sind faser frei, knackig und erfrischend-saftig im Geschmack. Sie schmecken säuerlich, aromatisch. Unter den vielen Sorten in Sri Lanka sind die meisten wild und sauer. Die Früchte wiegen etwa 100-150 Gramm.
Woran erkenne ich, dass eine Sternfrucht reif zum Verzehr ist?
Die reifen Sternfrüchte sind gelb bis orange. Unreife Früchte erkennt man daran, dass Sie noch grünlich sind.

So lagern sie die Karambole richtig

Die Karambolen werden geerntet, bevor sie zu reif werden. Den Übergang erkennt man am Farbumschlag von grün auf gelb bis tief gelb. Die Früchte lassen sich noch bis zu 5 Wochen bei ca. 10°C lagern, wobei sie noch langsam weiterreifen.
Die Hauptsaison reicht von Herbst bis zum Frühwinter. In Malaysia sind sie überall zu finden. Lagern lassen sich die reifen Früchte zwar für ein paar Tage, sollten aber vor dem Austrocknen geschützt werden. Bei voller Reife können die gelben Früchte an den Enden leicht bräunlich werden.

Die Sternfrucht kann komplett mit Schale und Kernen gegessen werden. Dabei ist Sie besonders dekorativ in Scheiben geschnitten, weil so eine Sternform entsteht.

Karambole – Vorsicht bei Niereninsuffizienz

Bei Niereninsuffizienz  ist Sternfrucht oder Karambole Lebensbedrohlich. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz kommt es relativ häufig nach dem Genuss von Karambole zu Vergiftungserscheinungen mit Schluckauf, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Muskelschwäche, Taubheitsgefühl der Extremitäten, Paresen und Krampfanfällen. Patienten, die sofort dialysiert werden, erholen sich ohne Folgen. Bei Patienten, die nicht dialysiert werden, kann zu lebensbedrohlichen Situationen kommen.

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