Toxische Reaktionen nach Nahrungsaufnahme begründen sich in einer für den Körper generellen Giftigkeit einzelner Nahrungsbestandteile.
Im engeren Sinn erfasst der Begriff und insbesondere die synonym gebrauchte Bezeichnung Nahrungsmittelintoleranz nur Unverträglichkeitsreaktionen ohne toxischen und / oder allergischen Hintergrund.

Etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland reagiert empfindlich auf den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel. Betroffene leiden unter Bauchschmerzen, Hautirritationen, Übelkeit und Kopfschmerzen. Die 3 häufigsten Lebensmittel-Unverträglichkeiten sind Fructose und Laktoseintoleranz sowie Gluten:

  1. Laktose: Laktase heißt das Körper-Enzym, das zuständig für die Verdauung von Milchzucker im Körper ist. Menschen, deren Körper keine oder nicht ausreichend Laktase produziert, haben zum Beispiel ein Problem bei der Verdauung mit Milch, Weichkäse oder Milcheis. Diese Nahrungsmittel verursachen dann Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Blähungen oder Durchfall.
  2. Fruktose: Fruktose steckt in Obst, Fruchtjoghurt, Honig oder süßen Backwaren. Auch Gesunde Menschen ohne Probleme nicht mehr als 20 bis 25g Fruktose pro Tag.
  3. Gluten: Die Diagnose bei Gluten Unverträglichkeit ist deutlich aufwendiger. Der Arzt muss einen eine Dünndarmbiopsie und ein Bluttest veranlassen. Die Stoffwechselerkrankung heißt Zöliakie. Durch das Klebereiweiß Gluten entzündet sich die Darmschleimhaut, es steckt in: Weizen, Dinkel, Grünkern, Roggen, Gerste, Emmer.

Wenn die Lebensmittel-Unverträglichkeiten dem Wohlbefinden schadet

Abweichend von dieser Zahl geben bei Befragungen 10-20 % der Menschen an, dass sie selbst denken an Nahrungsmittelintoleranzen zu leiden.
Es wird geschätzt, dass ungefähr ein bis zwei Prozent aller Menschen an einer Nahrungsmittelintoleranz leiden.

Die Beschwerden gehen selten auf eine Allergie zurück, häufiger sind Nahrungsmittel Intoleranzen die Ursache. Diese sind jedoch schwerer zu diagnostizieren. Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittel Intoleranzen sind zwei Unterformen von Lebensmittel-Unverträglichkeiten.

Neueren Studien zufolge leiden ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland an einer Nahrungsmittelallergie, der eine Beteiligung des Immunsystems zugrunde liegt. Bei Kindern ist die Häufigkeit der Erkrankung mit vier bis acht Prozent deutlich höher.

Diese frühen Allergien verschwinden jedoch meist spontan bis zur Einschulung. Weniger bekannt, aber deutlich häufiger verbreitet, seien die sogenannten Nahrungsmittel Intoleranzen.

Bei diesen rebelliert der Körper gegen eine bestimmte Substanz – ohne Beteiligung des Immunsystems. Eine Nahrungsmittel Intoleranz äußert sich vielfältig: Bei einer Milchzucker- oder Laktoseintoleranz, von der rund 15 Prozent der Deutschen betroffen sind, kommt es nach dem Konsum von Milchprodukten häufig zu Blähungen und Durchfall. Ursache ist das Fehlen des Laktose-spaltenden Enzyms Laktase.

Erkennen der Lebensmittel-Unverträglichkeiten

Zum Nachweis von Allergien stehen anschließend unter anderem einfache Hauttest zur Verfügung. Beim Prick-Test bringen Allergologen mögliche Allergene in die Haut ein und untersuchen dann die lokale Reaktion. Zur Diagnostik von Nahrungsmittel Intoleranzen gibt es nur wenige objektive Testverfahren.

Besonders mit Atemluft Untersuchungen können die Mediziner den Kreis der verdächtigen Nahrungsmittel jedoch eingrenzen. Die entscheidende Rolle bei der Suche nach dem Auslöser von Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten spielt ein Ernährungstagebuch, mit dem Arzt und Patient versuchen, den Krankmachenden Nahrungsmitteln auf die Spur zu kommen.

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