Müdigkeit im Alltag ist für viele ein Problem. Die Ursachen sind neben dem klassischen Schlafmangel auch viele weitere, insbesondere auch ein Nährstoffmangel. Depressionen können oft zu Müdigkeit führen oder die falsche Ernährung, dabei kann es sehr schnell zu einem Nährstoffmangel kommen

Bei bestehendem Nährstoffmangel ist gegen einen zeitlich begrenzten Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln nichts einzuwenden. Eine dauerhafte Verwendung nach dem Gießkannenprinzip ist aber nicht sinnvoll bzw. zielführend, denn ein Überschuss an
Nährstoffen wirkt sich weder verbessernd aus noch beschleunigt er die Regeneration oder fördert die Gesundheit. Die Anwendung nach dem Motto „Viel hilft viel“ hilft nicht.

Nährstoffmangel durch falsche Ernährung

Ohne die Vollständigkeit zu versichern, folgende mögliche Ursachen zu einem Nährstoffmangel kurz aufführen:

  • Zu wenig Wasserzufuhr, hat eine chronische Dehydratation zur Folge.
  • Durch zu wenig komplexe Kohlenhydrate (in Brot, Teigwaren, Getreide usw. vorkommend), fehlt die Hauptquelle für die körperliche und geistige Energie.

Nährstoffmangel: Aminosäuren

Der Mangel an Aminosäuren (Soja oder tierische, eiweißhaltige Produkte), die die Basis zur Herstellung von körpereigenen Eiweißen sind. Letztere ist für die ständige Zellerneuerung notwendig. Ein Prozess mit viel Energieverbrauch. Die Aminosäuren sind auch wichtig bei der Enzym- der Hormon-, und der Antikörpersynthese, daher sind sie indirekt in mehreren Körperfunktionen involviert.

Nährstoffmangel: Vitamine

Ein Mangel an Vitaminen, zum Beispiel Vitamine C aus (Früchten, frischem Gemüse, roh oder leicht gekocht – gegart), B1, B5 aus (Bierhefe, Weizenkeime, Vollkornprodukte, Nüsse, Leber, Eigelb) und B12 aus (tierischen Eiweißprodukte, Spirulina).

Nährstoffmangel: Mineralien

Der Mangel von Mineralien, wie zum Beispiel Eisen aus (Eigelb, Fleisch, Hülsen- und Meeresfrüchten), Kalium aus (gegartem oder rohem Gemüse, Trockenfrüchte, frisches Obst, Nüsse, Weizenkeime, Bierhefe) und Magnesium aus (Vollkornprodukte, Bierhefe, Nüsse, Hülsenfrüchte und Weizenkeime).

Eigentlich deckt eine ausgewogene Ernährung unseren gesamten Nährstoffbedarf. Dennoch kann Nährstoffmangel entstehen.

Nährstoffmangel, Ursachen und Symptome

Viele Faktoren erhöhen zum Beispiel unsere Bedürfnisse an ausreichenden Nährstoffen. In den folgenden Fällen sind Nahrungszusätze bei einem Nährstoffmangel sehr zu empfehlen:

  • Bei Stress : Vitamine C und B, sowie Magnesium, und zusätzliche Aminosäuren
  • Rauchen (auch passiv rauchen) : Vitamine B und C
  • Intensiver Sport : Vitamine B und C, sowie Eisen, Magnesium, Kalium und Aminosäuren
  • Bei schwerer körperlicher Arbeit : Aminosäuren
  • Antibabypille : Vitamin B und zusätzlich Vitamin C
  • Medikamente wie Aspirin : Vitamin C und Eisen
  • Antacida : Vitamine B und C, sowie Eisen
  • Hypermenorrhö (starke Monatsblutungen) : Eisen
  • Zu viel Kaffeekonsum : Vitamine B und C, Kalium, sowie Eisen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum : Vitamin B und Vitamin C, Magnesium und Kalium
  • Erhöhter Salzkonsum : ist Kalium zu empfehlen

Die Magnesiumzufuhr ist oft unzureichend bei kalorienreduzierter Diät. Eine strikte vegetarische Ernährung kann Ursache von Vitamin B12 und Aminosäuren Mangel sein. An einem Kompetenten Spezialisten sollte man sich dennoch wenden bei chronischer Müdigkeit, welcher Ihnen das für Sie individuell benötigte Präparat gibt.

Inwiefern Nahrungsergänzungsmittel halten, was sie versprechen, kann man nicht eindeutig sagen. An dieser Stelle sei nur erwähnt, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass Nahrungsergänzungsmittel die Leistungsfähigkeit/Gesundheit auch negativ beeinflussen. Außerdem ist eine Nahrungsergänzung immer selektiv und damit nicht mit dem Verzehr einer gemischten Kost gleichzusetzen, die Makro- und Mikronährstoffe stets im Verbund mit Ballaststoffen und z.B. sekundären Pflanzenstoffen liefert.

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bei einem Nähstoffmangel ist weit verbreitet, und nicht selten verwenden betroffene mehrere Präparate gleichzeitig.

Wechselwirkungen bei Nahrungsergänzungsmittel

Bei gleichzeitiger Anwendung mehrerer Nahrungsergänzungsmittel können sich die enthaltenen Substanzen nach der Einnahme in unterschiedlicher Weise gegenseitig beeinflussen. Diese Beeinflussung kann die Aufnahme vom Körper und die Verteilung im Organismus der Substanzen betreffen.

Zusätzlich kann die Art der Wirkung am Zielort verändert sein, wobei der beabsichtigte Effekt verstärkt, abgeschwächt oder gänzlich aufgehoben werden kann. Zusammengefasst werden diese Vorgänge als Wechselwirkung oder Interaktion bezeichnet.

Da die Möglichkeit von Wechselwirkungen überproportional mit der Anzahl an angewandten Nahrungsergänzungsmitteln ansteigt, sollten stets so wenige unterschiedliche Nahrungsergänzungsmittel wie möglich gleichzeitig eingesetzt werden. Präparate, die einzeln zunächst als gut verträglich gelten, können in Kombination mit anderen Produkten ernsthaft die Gesundheit gefährden.

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