Bei den Römern hieß das Bier Cervisia
Die Ägypter ließen halbfertig gebackenes Brot mit Wasser vergären und bekamen so eine Art Bier.

Seit wann genau es Bier gibt, lässt sich nicht sagen, aber vor circa 10.000 Jahren wurde der Mensch sesshaft. Und für die Bierherstellung, wie einfach auch immer, musste der Mensch seine Existenz als Jäger und Sammler aufgegeben haben und als Bauer längere Zeit an einem Ort verweilt haben.

Vermutlich ging nämlich der Erzeugung von Bier die des Brotes voran: Denkbar wäre, dass eines Tages ein Stückchen Brot in Wasser fiel, dort vergessen wurde und so Zeit hatte, zu gären. Fertig war der allereinfachste Bieransatz.

Der wurde rasch kultiviert, sodass die Babylonier und Pharaonen schon Bier tranken, ebenso die römischen Cäsaren, aber auch ihre germanischen und gallischen Widersacher. Auch im alten China und in den altindianischen Hochkulturen Mittelamerikas kannte man Bier.

Bier hat sehr viele Eigenschaften, zum Beispiel ist Vitamin B enthalten. Vitamin B, auch bekannt als Biotin, ist wichtig für Haut, Haare und Nägel. Es ist hauptsächlich in der Hefe enthalten. Zudem enthält Bier neben Vitaminen auch weitere Nährstoffe, wie die Polyphenole. Eines dieser Polyphenole ist Xanthohumol, ein spezielles Antioxidans. Es fördert die Leistungsfähigkeit und das Immunsystem.

Treffpunkt Bier Kränzchen

Bier gilt als Lebenselixier
Im Mittelalter wurde Bier noch aus sehr vielen unterschiedlichen Zutaten gebraut.

Ist Bier Brauen seit jeher Männersache? Mitnichten! Das finnische Nationalepos Kalevala, das vermutlich im sechsten Jahrhundert entstand, zeigt die Frauen im Mittelpunkt des Brauens. Das entspricht germanischer Tradition und zog sich bis ins Mittelalter hin, als nur Frauen in Brauhäusern zu sehen waren.

Nachdem sie gebraut hatten, luden sich die Frauen gegenseitig ein – dem gepflegten Kaffeekränzchen gingen tatsächlich fröhliche Bier Kränzchen voran.

Immerhin gehörte ein Braukessel  zur Mitgift von Frauen. Sogar eigene Frauen kneipen gab es im Mittelalter, wo keine Männer erwünscht waren und dem Alkohol gerne reichlich zugesprochen wurde.

Martin Luther, ein großer Bierfreund, bezog seine Leidenschaft von seiner Frau, einer gelernten Bierbrauerin. Ihre Künste, von denen ihr Mann öffentlich schwärmte, hatte sie in einem Frauenkloster erlernt.

Die ersten „wissenschaftlichen“ Aufzeichnungen über die Braukunst stammen von keiner geringeren als von der Äbtissin Hildegard von Bingen aus dem 12. Jahrhundert. Sie kam zu dem Schluss: „Cervisiam bibat“ – man trinkt Bier.

Gerstensaft auf den Stammtischen

Stammtische stammen aus der Zeit des Alten Fritz. Als der nämlich noch ein junger Fritz war, benahm er sich so ungezogen, dass sein Vater, der Soldatenkönig Friedrich Wilhem I., ihn ins Küstriner Gefängnis stecken ließ und ihn zwang, das Brauhandwerk zu erlernen.

Aus jener Zeit stammte das berühmte preußische Tabakkollegium, wo die hohen Herren auch tüchtig dem Biergenuss frönten. Es ist das historische Vorbild aller deutschen Stammtische.

Heute darf Bier auf keiner Party fehlen. Ob Spontanfete oder länger geplante Feier, ein guter Gastgeber sollte auf jeden Fall immer ein kühles Weizen oder Pils perfekt servieren können. Das gelingt, wenn man Flasche oder Fässchen Bier nicht in letzter Sekunde vor der Party einkauft. Mittlerweile gibt es in Deutschland über 5000 Biersorten.

Bier sollte beim Transport nicht unnötig lange im Kofferraum durchgerüttelt werden und zu Hause wenigstens einen Tag im Kühlen ruhen dürfen. Fünf Grad ist für Pils im Glas die perfekte Genusstemperatur. Nähere Kalorienangaben zum Bier entnehmen Sie unserer Kalorientabelle.

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