Backwaren

Wie viele Kalorien hat eine Laugenstange?

Um die Herkunft von Laugenbrötchen ranken sich widersprüchliche Legenden, vor allem im bayerischen und schwäbischen Raum. Die Zubereitung des Grundrezepts allerdings ist seit mindestens 1477 stets gleich, das Ergebnis unstreitbar schmackhaft.

Namen und Meinungen um die Herkunft von Laugengebäck

Die „bayerische Variante“ der Entstehungsgeschichte erzählt jedoch von dem Bäcker Anton Nepomuk Pfannenbrenner, der im 19. Jahrhundert in Münchens königlichem Kaffeehaus des Hoflieferanten Johann Eilles arbeitete.
Die Natronlauge sowie in Lauge getauchte Teiglinge dürfen bei der Herstellung nicht unmittelbar mit Aluminiumblechen in Berührung kommen, da die Natronlauge die schützende Oxidschicht des Aluminiumbleches in Natriumaluminat umsetzt.

Ein schwäbischer Bäcker soll es nach schwäbischem Volksmund gewesen sein, dessen Katze 1477 ein Missgeschick mit positiven Folgen in der Uracher Backstube, just vor dem Backen verursachte.

Die Bayern hingegen sind davon überzeugt, dass vielmehr um 1839 einem bayerischen Hoflieferanten eine Zerstreutheit beim Vorbereiten der Teiglinge passierte.

In beiden Fällen – mögen sie so, oder anders passiert sein – wurde auf diese Weise entdeckt, dass Natronlauge mit dem Teig von Weizenbrötchen eine interessante Reaktion beim Backen eingeht.

Aus dem Angebot von Bäckern in Deutschland (vor allem Süddeutschland), Österreich und der Schweiz sind Silserli, Laugenweckerl, Brez’n, oder Laugenbrötchen nicht mehr wegzudenken.

Zubereitung einer Laugenstange

Die Zubereitung von Laugenstangen gleicht bis zum letzten Arbeitsschritt vor dem Backen exakt der Zubereitung von Brötchen, Stangen, oder Brezeln aus konventionellem Weizenmehl. Unmittelbar vor dem Auflegen auf das Backblech, wird allerdings jedes Gebäckstück in 4%ige Natronlauge getaucht.

Laugenstange Kalorien und Nährwerte
pro 100g 1 Stück (80 Gramm)
Brennwert:261,0 kcal / 1.093,0 kJ208,9 kcal / 874,4 kJ
Eiweiß:7,0 g5,6 g
Kohlenhydrate: 50,0 g40,0 g
Fett:3,6 g2,9 g
Ballaststoffe:1,5 g1,2 g

Die Lauge verleiht der Oberfläche beim Backen eine besonders appetitliche braune Farbe und dem Gebäck eine kräftigen Geschmack. Das Innere des Gebäcks kommt mit der Lauge nicht in Berührung und bäckt wie normale Brötchen. Um den salzigen Geschmack zu betonen (und auch aus optisch vorteilhaften Gründen) bestreut der Bäcker die aufgelegten Teiglinge nach dem Tauchbad mit Hagelsalz.

Laugenstange kcal (Kalorien) und Laugenstange Inhaltsstoffe

Die Kalorien einer Laugenstange können geringfügig schwanken, liegen aber bei 100 g Gebäck bei 311 Kalorien (kcal). Das Gleiche gilt bei gleicher Zusammensetzung für die Brötchen Kalorien. Diese Gesamtkalorien setzen sich zusammen aus

3,6 Prozent Fett,
57 % Kohlenhydraten und
9,3 % Eiweiß.

Zu beachten ist, dass die 100-g-Angabe auf die verschiedenen Gebäcksorten bei Laugengebäck nur ungefähr anwendbar ist.

Zutaten Laugenstange

Zuverlässig beinhalten Laugenbrötchen aller Bäcker diese Inhaltsstoffe:

  • als Hauptbestandteil Weizen-, Weizenmalz- und Gerstenmalzmehl,
  • in guter Menge Wasser und Hefe,
  • geringe Mengen Öl, Speisesalz, Zucker, Verdickungsmittel und Gluten (von Weizen),
  • sehr geringfügig Emulgatoren und Säureregulatoren, sowie
  • als Streuprodukt Brezelsalz (grobes Hagelsalz).

Einige kleine Bäckereien, die noch traditionell und nicht auf Masse backen, verzichten auf einige der Verdicker, Emulgatoren, oder Säureregulatoren. Auf Nachfrage ist beim Bäcker genau zu erfahren, woraus der Teigling zubereitet wurde.

Auswirkungen auf die Gesundheit

„Was gut aussieht und gut schmeckt, ist auch gesund.“ – so beurteilen süddeutsche Liebhaber von Laugengebäck den gesundheitlichen Wert von Laugengebäck. Da die Kalorien in Brötchen mit denen eines nicht gelaugten Weizengebäcks übereinstimmen, hat der Genuss von Silserli immerhin keinerlei Nachteile diesen gegenüber. Grundsätzlich gilt hier wie für andere Lebensmittel, dass die Menge den Vor- oder Nachteil macht.

Vorteile von Laugenbrötchen

Laugenbrötchen haben aufgrund des etwas anderen Backverhaltens eine andere Konsistenz als helle Weizenbrötchen. Das Hineinbeißen in die braune Kruste erzeugt emotional positive Wirkungen – Kenner würden dazu sagen „Das macht glücklich.“ Die Laugenweckerl können pur, mit Butter, oder verschiedenen Aufstrichen gegessen werden. Der salzige Grundgeschmack passt gut zu herzhaften, oder pikanten Auflagen, zu Quark, oder Frischkäse.

Eine süddeutsche Frühstückstradition ist das Weißwurstfrühstück, bei welchem Laugenbrezeln pur zu Weißwürsten mit süßem Senf gegessen werden. Vorteilhaft an den Kalorien Laugenstange ist trotz beachtlicher Kalorienwerte die günstige Verteilung dieser Nährwerte. Die überwiegend enthaltenen Kohlenhydrate liefern dem Körper Energie und werden auf diese Weise bei ansonsten ausgewogener Ernährung schnell wieder verbraucht.

Nachteile von Laugenweckerl

Menschen, die auf eine salzarme Ernährung angewiesen sind, zum Beispiel Patienten mit hohem Blutdruck, oder Nierenproblemen, dürfen leider kein Laugengebäck essen. Das appetitliche Braun der Kruste verleitet auch Menschen mit einer Weizenmehlallergie, zur Verwechslung mit Vollkorngebäck. Ein solches ist das Silserbrot, oder Laugenbrötchen aber keinesfalls, sondern ein fast normales Weizenbrötchen.

Das bedeutet, dass der vermeintlich bessere Nährstoffgehalt nicht vorhanden ist. Wer gerne würzig isst, wird vielleicht trotz der vielen Brötchen Kalorien mehr von Laugenstangen essen, als von anderem Frühstücksgebäck, auch mit Auflagen, deren Eigengeschmack von der salzigen Kruste unterstrichen wird. Dies kann sich nachteilig auf den Energiehaushalt des Körpers auswirken. Grundsätzlich hat der Verzehr von Laugenbrötchen keine Nachteile, die sich auf die normalen Inhaltsstoffe, oder die Zubereitungsart zurückführen ließen.

Gezielte Gewichtsveränderung mit Silserbrot

Dadurch entsteht beim Backen die typische braunglänzende Oberfläche, und das Gebäck erhält seinen speziellen, kräftigen Geschmack.
Die Lauge bleibt nur auf der Teigoberfläche und dringt nicht in den Teigling ein.

Eine „Brez’n-Diät“ ist noch nicht erfunden, wohl aber die Erkenntnis, dass sich die Laugenstange Kalorien geschickt zur Gewichtsveränderung einsetzen lassen. Bewusster Umgang mit diesem Lebensmittel kann sogar für eine langfristige Ernährungsumstellung verwendet werden.

Abnehmen mit Laugenstangen

311 Kalorien Brötchen, dazu Butter, Wurst, Käse, oder Quark – das entspricht bei nur einem Stück Laugengebäck schon ca. ¼ des täglichen Kalorienbedarfs einer statistisch durchschnittlichen, erwachsenen Person.

Wer damit abnehmen möchte, kann auf einen Teil der Auflagen verzichten. Denn werden nur die Kalorien in einer Laugenstange verbrannt, ist über den Tag verteilt viel Fett und deutlich Eiweiß eingespart.

Natürlich funktioniert Abnehmen wie bei jedem Diätwunsch nur, wenn der Körper dazu auch die entsprechende Bewegung bekommt. Ist dies gewährleistet, hat Laugengebäck den Vorteil, dass die enthaltenen Kohlenhydrate, die einen großen Teil der Laugenstange Kalorien ausmachen, schnell verbrannt werden. Und abnehmen bedeutet, dass mehr Kalorien verbrannt als aufgenommen werden müssen.

Zunehmen mit Laugenstange

Zunehmen mit Laugenweckerl ist sehr einfach. Der kräftige Salzgeschmack ist selbst für „schlechte Esser“ appetitanregend. Dieser Fakt lässt sich gut einsetzen, indem beispielsweise zu warmen Speisen (Suppe, Weißwurst, andere Brühwurst-Sorten) statt Brotscheiben, oder hellen Brötchen eine Laugenstange gereicht wird. Vielerlei Aufstriche, allen voran Butter und Käse, liefern dem Körper zusätzliche Kalorien.

Oft greifen Menschen, die zunehmen möchten, oder müssen, gerne zu einem zweiten Gebäckstück, welches mit geeigneter Auflage weitere Nährwerte liefert. Wer andere Naschereien zum Zweck der Gewichtszunahme durch ein Silserbrot zwischendurch ersetzt, nimmt im Laufe der Zeit leichter zu, aber nicht unbedingt. Denn es bleibt die Nährwertzusammensetzung gleich, wodurch die Brötchen Kalorien recht schnell über körperliche Aktivität wieder verbraucht werden.

Tipps rund um Laugengebäck

Tiefkühlteiglinge sollten stets ohne weiteres Kneten gebacken werden. Dadurch würde die gelaugte Oberfläche untergearbeitet, und die beliebte braune Kruste entsteht nicht.
Wer sich selbst Teiglinge herstellen möchte, muss eine 4%ige Natronlauge herstellen.

Die Teiglinge werden nur kurz eingetaucht und unverzüglich auf dem Blech in den Backofen geschoben.
Laugenstangen dürfen nicht auf Alu-Blechen liegen. Die Natronlauge und das Leichtmetall reagieren miteinander, wodurch ungesunde Stoffe entstehen. Ein Backpapier verhindert diesen unerwünschten Effekt. Mittelerweile gibt es auch die Laugenstange tiefgekühlt im Supermarkt zum selber aufbacken.

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