Fruchtsaft aus Konzentrat:
Fruchtnektar und Fruchtsaftgetränke unterscheiden sich von Fruchtsaft durch einen geringeren Saftanteil, was durch Verdünnung mit Wasser erreicht wird.

In Muttersäften steckt die pralle Frucht, so viel ist klar. Trotzdem fällt es nicht ganz so leicht, zwischen den verschiedenen Saft Produkten den Überblick zu behalten. Da ist noch von Direktsäften die Rede, und dann tauchen Begriffe wie Fruchtsaft, Nektar oder Fruchtsaftgetränk auf. Wir erklären den Unterschied.

100 Prozent reiner Saft

Zunächst gehören Muttersäfte den Fruchtsäften an. Deren Besonderheit ist in Deutschland durch die Fruchtsaftverordnung geregelt. Demnach darf sich nur Fruchtsaft nennen, was zu 100 Prozent aus dem Saft von Kern-, Beeren- und Steinobst, Wildfrüchten, Trauben oder Südfrüchten besteht.

Frisch gepresste Säfte

Frucht- und Gemüsesäfte sind voller Vitamine und Mineralstoffe.
Nehmen sie frischen Saft in Ihren Ernährungsplan auf, das stärkt Haut und Haar und gibt zusätzliche Energie.

Extrem Säurehaltige Früchte oder Obst mit geringem Wasseranteil werden stattdessen zu Nektar verarbeitet. Hier sind bis zu 50 Prozent Wasser erlaubt. Anders ginge es auch gar nicht: Ein Saft aus Sauerkirschen wäre viel zu sauer, um ihn pur zu trinken. Ein Saft aus Bananen oder Pfirsich wäre viel zu sämig. Fruchtsaftgetränke haben den geringsten Saft anteil und häufig noch Zucker zugesetzt.

Der Saft wird im Ursprungsland gepresst

Außerdem zählen Muttersäfte zu den sogenannten Direktsäften. Diese werden noch im Erzeugerland gepresst, gegebenenfalls zwecks längerer Haltbarkeit pasteurisiert, aber dann sofort in Flaschen abgefüllt.

Anders Konzentrate: Sie werden nach dem Pressen unter Vakuum eingedampft, außerdem werden die Aromen entfernt. Das eingedickte Konzentrat hat dadurch gerade mal ein Sechstel des ursprünglichen Volumens. Das spart Platz und Gewicht, während sie auf Frachtschiffen ihre Reise nach Deutschland antreten. Hierzulande angekommen, werden die fehlenden Inhaltsstoffe nach und nach wieder zugeführt.

Dadurch lässt sich ein immer gleich schmeckender Saft komponieren, während Direktsäfte geschmacklich natürliche Schwankungen unterliegen können.

Sauer macht lustig

Die Bezeichnung „Muttersaft“ hat sich speziell für Direktsäfte aus Früchten mit hohem frucht eigenem Säuregehalt eingebürgert, wie etwa Heidelbeeren, Johannisbeeren, Holunder oder Preiselbeeren. Sind optimal als Basis für Alkoholfreie Cocktails, Desserts, Süßspeisen oder Gelees.

Und natürlich auch zum Trinken: Wem sie pur eine Nummer zu sauer sind, der verdünnt sie einfach mit einem Schuss Mineralwasser oder Apfelsaft.

Fruchtsaft selber machen

Wer einen eigenen Garten hat, kann aus frischen Früchten von Himbeeren bis zu Äpfeln oder anderem Obst Saft selber herstellen. Am einfachsten ist es wenn Früchte Saison haben, die einfachste Form ist die Kaltentsaftung.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte tragen Sie Ihr Komentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein